Coupe de France Féminine
Der Coupe de France Féminine ist der prestigeträchtigste nationale Pokalwettbewerb im Frauenfußball Frankreichs, organisiert von der Französischen Fußballföderation (FFF). Er vereint Spitzenklubs aus der Division 1 Féminine bis hin zu Amateurvereinen aus unteren Ligen und bietet Raum für Sensationen sowie den Aufstieg von Underdogs, was den Boom des Frauenfußballs in Frankreich unterstreicht.
Geschichte und Gründung
Die Geschichte reicht in die 1980er Jahre zurück; offiziell gestartet 1984/85 mit dem Sieg von AS Vandœuvre. In den 1990ern dominierten FC Clermont Féminin, ehe Olympique Lyonnais ab 2008 15 Titel in Folge holte bis 2022. Ikonische Spiele: Lyons 5:0 gegen PSG im Finale 2011 oder PSGs 2:1-Triumph 2022. FFF-Reformen in den 2010ern professionalisierten den Wettbewerb, passend zur EM 2017 in Frankreich.
Turnierformat
Klassisches K.o.-System mit Hinspielen. Hunderte Teams aus allen Ligen qualifizieren sich; regionale Runden im Herbst münden in die 1/32-Finals im Januar. Frühe Runden auf Heimfeldern der Underdogs, später neutral. Das Finale findet im Stade de France statt. In 2023/24 gab es über 800 Spiele.
Interessante Fakten
Hohe Torquote mit durchschnittlich 3,5 Toren pro Match, besonders in Vorqualifikationen. Rekordtorjägerin Evelyn Nahi (Lyon) mit über 50 Cup-Toren. Stars wie Wendie Renard (Lyon/PSG), Delphine Cascarino (90er) und Ada Hegerberg sowie Christiane Endler prägten den Wettbewerb. Der Pokal entdeckt Talente aus der Provinz, z.B. Toulons Halbfinale 2019.