Moldau. Winterpokal
Der moldauische Winterpokal ist ein einzigartiges Turnier, das die Leidenschaft für Fußball in Moldau mitten im kalten Winter entfacht. Von der moldauischen Fußballföderation organisiert, dient es den Teams als ideale Bühne, um Fitneß zu erhalten, Taktiken zu testen und jungen Talenten den Auftritt vor Scout-Augen zu bieten. Im Gegensatz zu Sommerturnieren ist er an raue Wetterbedingungen angepasst, oft in überdachten Arenen oder südlichen Regionen ausgetragen, wo Schnee das Spiel nicht stört.
Geschichte und Gründung
Das Turnier entstand Anfang der 2000er als Lösung für winterliche Spiele im moldauischen Kalender, als die Meisterschaft pausierte. Der erste Austragung 2003 gewann Sheriff Tiraspol und legte den Grundstein für die Dominanz der Hauptstadt-Giganten. Saison 2012/13 war legendär: Dacia Chisinau besiegte die Favoriten im 3:2-Finale, dank Doppelschlag von Adrian Aleskei. 2019 kam eine Reform mit Play-offs für Zweitliga-Teams, die Frische in den oft vorhersehbaren Format brachte.
Turnierformat
Es startet im Januar und dauert zwei Monate. 16 Teams: Top-8 der vorherigen Superliga plus Beste der Divizia A. Gruppenphase mit vier Vierteln, je zwei Beste in Viertelfinals. Danach Knockout mit Einzelfinalspielen, Höhepunkt das Finale auf neutralem Boden, meist in Chisinau oder Tiraspol. Berücksichtigung winterlicher Bedingungen: kürzere Aufwärmphasen, verstärkte medizinische Kontrolle.
Interessante Fakten
Der Pokal zeichnet sich durch hohe Torquote aus — im Schnitt 3,2 Tore pro Spiel, höher als in der Liga. Top-Torschützen: Vlad Istrati mit 14 für Petrocub 2017/18, Teofil Costachi mit 12 für Sheriff 2021. Sternchen wie Andrei Muntianu (jetzt Liga 1 Rumänien) und Radu Ginsari (nach Hattrick im 2020-Halbfinale nach Serbien) starteten hier. Ein Talentbrunnen für regionale Scouts.