Estland. Kleiner Pokal
Der Kleine Pokal Estlands ist ein spannender Ausscheidungswettbewerb des Estnischen Fußballverbands (EJL), der Vereine aus unteren Ligen und der Zweiten Liga umfasst. Er bietet Nachwuchstalenten und ambitionierten Teams eine Bühne, um in der estnischen Fußballpyramide aufzusteigen. Der Wettbewerb vereint Überraschungssiege mit packenden Duellen, in denen Underdogs oft höherklassige Favoriten bezwingen.
Geschichte und Gründung
Gestartet 1992 zur Förderung des Fußballs jenseits der Meistriliiga, siegten zunächst Tallinna Sadam und Lelle. In den 2000ern wurde er umstrukturiert, mit Teams aus III und IV Liga. Highlight: Das 2015er-Finale, als Tarvas Järva Paide 3:1 schockierte. Nõmme Kalju begann hier ihren Aufstieg, FC Kila erreichte 2018 das Finale nach Siegen über Elitetruppen. Trotz finanzieller Probleme erholte er sich post-2020 mit EJL-Unterstützung.
Turnierformat
Ausscheidungsrunde ab 1/32-Finale mit 40-50 Teams aus Zweiter, Dritter und Vierter Liga plus Regionalpokal-Siegern. Start im April, Finale im Oktober. Spiele auf neutralem oder Heimboden der Underdogs. Bei Gleichstand folgt Elfmeterschießen, kein Verlängerung.
Interessante Fakten
Durchschnittstore: 2,8 pro Spiel, bis 3,5 in frühen Runden durch offenes Spiel. Rekordtorschützen: Martin Reim (25 für Lelle, 2005-2010), Roland Mets (22 für Tallinna Sadam). Stars: Konstantin Vassiljev (15 Tore 2012 vor Nationalmannschaft), Rauno Tamm (bei Levadia), Jungstar Markus Püü aus Narva. Der Pokal fördert Karrieren wie bei Audros Talenten in der Zweiten Liga.