Copa América Frauen
Die Copa América Frauen ist das prestigeträchtigste kontinentale Turnier der CONMEBOL, das die besten südamerikanischen Nationalmannschaften der Frauen zusammenbringt. Es krönt nicht nur den Kontinentalmeister, sondern qualifiziert auch für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. Das Turnier spiegelt das wachsende Interesse am Frauenfußball in Lateinamerika wider, wo Leidenschaft für das Spiel mit dem Kampf um Geschlechtergerechtigkeit im Sport einhergeht.
Geschichte und Gründung
Die Geschichte reicht über drei Jahrzehnte zurück. Die erste Ausgabe fand 1991 in Brasilien statt, wo die Gastgeber Chile im Finale besiegten. Nach unregelmäßigen Pausen wurde es ab 2009 zweijährig. Brasilien führt mit 8 Titeln, gefolgt von Argentinien und Kolumbien. Meilenstein: Chiles erster Triumph 2018 per Elfmetern gegen Argentinien. Vom bescheidenen Event zu global übertragenen Profi-Spektakeln.
Turnierformat
Das Format ist intensiv: 10–12 Teams in zwei Gruppen à 5–6 spielen Round-Robin. Die zwei Besten pro Gruppe ins Halbfinale; Sieger ins Finale, Verlierer um Platz 3. Bei einem oder neutralen Gastgeber, ca. zwei Wochen. Neuere Editionen mit Playoff-Elementen für Spannung.
Interessante Fakten
Hohe Torquote: 2,8 Tore pro Spiel, Spitzen bei 3,5. Top-Torschützinnen: Debinha (Brasilien, >40 Tore), Yamila Rodríguez (Argentinien), Catalina Usme (Kolumbien). Stars: Formiga (6 Titel, Brasilien), paraguyische Torhüterin mit legendären Paraden 2022. Aktuell: Debinha, Angela Sánchez (Venezuela), Catalina Ingiramo (Ecuador). Viele in Europa bei Barcelona, Lyon, PSG.