Russischer Supercup

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Der Russische Supercup ist der jährliche Saisonauftakt im russischen Fußball. Hier treten der Meister der Russian Premier League des Vorjahres gegen den Pokalsieger der Russia Cup an. Gewinnt ein Team beide Trophäen, rückt der Vizemeister nach. Dieser prestigevolle Zweikampf prägt den Ton für die gesamte Saison und lockt volle Ränge sowie Millionen Zuschauer.

Geschichte und Gründung

Der Wettbewerb begann 1985 als Supercup der UdSSR, als Dynamo Moskau Zenit mit 1:0 bezwang. Nach dem Zerfall 1992 pausierte er, kehrte 2003 als Russischer Supercup zurück. Zenit St. Petersburg dominiert mit 11 Siegen, darunter der Elfmetersieg 2010 gegen Rubin Kasan (0:0, 4:2). Lokomotivs Penaltysieg 2015 über ZSKA (1:1) und Zenits 3:2-Remontada 2020 gegen Saratow sind Highlights. Kuriosum: Spartak boykottierte 2004, Spiel fiel aus. In 21 Auflagen siegten Heimteams 13 Mal.

Turnierformat

Einzelspiel auf neutralem Boden, meist Ende Juli in Stadien wie Luschniki oder Gasprom Arena. Bei Gleichstand nach Verlängerung folgen Elfmeterschießen. Orte wechseln, neuerdings oft Sankt Petersburg oder Moskau mit Top-Kadern.

Interessante Fakten

Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel, Höchststand 2019 (Zenit 3:2 Lokomotiv). Beste Torschützen: Hulk (3 für Zenit), Quincy Promes (2), Fjodor Smolow (2). Sternstunden von Alan Dsagojew (ZSKA 2014), Denis Gluschakow (Spartak-Siegtor 2017) und Artem Dsjuba (Zenit-Assists). Neue Helden wie Malcom (2020) entstehen hier.