Norwegischer Pokal
Der Norwegische Fußballpokal ist der älteste nationale Ausscheidungswettbewerb des Landes und vereint jährlich Vereine von der Eliteserie bis hin zu Amateurteams der unteren Ligen. Seit 1902 ist er Schauplatz spektakulärer Überraschungen, bei denen Underdogs oft die Großen bezwingen und so den norwegischen Fußballkalender bereichern.
Geschichte und Gründung
Der Wettbewerb begann 1902 als 'Königspokal' und leitete die organisierte Fußballgeschichte Norwegens ein. Das erste Finale sah Odd gegen Viking FK, mit Sieg für die Gastgeber. Über ein Jahrhundert hinweg wandelte er sich: 1963 durften Profis teilnehmen, in den 1990ern erweiterte er sich auf 128 Teams. Unvergesslich: Folds Sensationssieg über Rosenborg 2000 und Tromsøs Doppeltriumph 1996. Rekordmeister Rosenborg mit 12 Titeln, Viking folgt mit 8.
Turnierformat
Klassisches K.o.-System mit Einzelfinalspielen am Ort des Auslosungsgewinners. Bis zu 128 Teams, Qualirunden für Niedrigligisten ab April, Hauptrunden August bis November. Das Finale findet traditionell im Ullevaal-Stadion in Oslo statt. Keine Setzungen sorgen für Chaos und Märchenreisen.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 3,2 Tore pro Spiel, in frühen Runden bis über 4. Top-Torschützen: Roy Milla (13 Tore, 1989), Marcus Pedersen (10, 2010), Dion Donohue (9, 2016). Stars wie John Carew von Rosenborg glänzten in Finalen, moderne Helden wie Magnus Eikrem von Molde dominieren in der Luft. Erling Haaland startete hier seine Pokal-Tore für Molde.