Litauische Meisterschaft. Erste Liga. Frauen
Die litauische Frauen-Fußball-Meisterschaft der Ersten Liga ist die höchste Spielklasse im Frauenfußball des Landes, in der führende Vereine um den nationalen Titel kämpfen. Die Liga vereint Teams aus verschiedenen Regionen Litauens und spiegelt das wachsende Interesse am Frauenfußball in der baltischen Nation wider. Die Saison beginnt meist im Frühling und endet im Herbst, wobei sie lokale Fans und europäische Scouts anzieht.
Geschichte und Gründung
Gegründet 1991 nach der Unabhängigkeit Litauens, entstand die Liga inmitten eines Booms nationaler Sportarten. Žalgiris aus Vilnius dominierte die 1990er mit mehreren Titeln. Die 2000er brachten Schwankungen, doch Reformen des litauischen Fußballverbands belebten sie in den 2010ern. Ein Meilenstein war 2018, als Lidas aus Kaunas die Favoriten überraschte. Litauen qualifiziert sich über diese Liga für UEFA-Wettbewerbe; 2022 erreichte ein litauischer Klub erstmals die Champions-League-Quali.
Turnierformat
Das Turnier folgt einem Doppelrundenturnier: Jedes Team spielt Heim- und Auswärtsspiele. In der Saison 2023/24 treten 8 Teams in 26 Spielen an; der Führende wird Meister und erhält einen UEFA-Platz. Silber- und Bronzeplätze ringen um eine weitere Lizenz. Abstieg gibt es nicht wegen begrenzter Vereine, doch Schlusslichten kämpfen um den Klassenerhalt.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel deuten auf starke Abwehr und Taktik hin. Rekordtorjägerin ist Inga Urbanavičiūtė mit 142 Toren für Žalgiris und Nationalmannschaft. Highlights sind Lidas-Kapitänin Lina Lepeskaitė mit Fernschüssen und junge Stürmerin Eglė Tikkutė von Panevėžys mit 18 Toren letzter Saison. Viele Spielerinnen wechseln in skandinavische Ligen.