Isländischer Supercup
Der Isländische Supercup markiert den Auftakt zur heimischen Fußballsaison und stellt die Meister der Úrvalsdeild den Pokalsiegern des Vorjahres gegenüber. Gewinnt ein Team beides, tritt der Vizemeister an. In einem Land mit nur rund 370.000 Einwohnern verkörpert dieser Zweikampf die intensive Fußballleidenschaft, die international überdurchschnittlich ist.
Geschichte und Gründung
Uoffiziell 1969 gestartet, erhielt er 1978 offiziellen Status; Akureyri und ÍR Reykjavík teilten den ersten Pokal. Die 80er und 90er beherrschten Reykjavíker wie Fram und Valur. Kuriosum: IA Akranes siegte 1997 3:0 gegen Vestri durch Magnus Orri Sigurdssons Hattrick. Breidablik führt mit 15 Siegen (Stand 2023), inklusive vier in Folge in den 2000ern. FH und Víkingur glänzten später. 2020 sorgte Kopavogur für eine Sensation.
Turnierformat
Ein einzelnes Spiel auf neutralem Boden, meist im Laugardalsvöllur in Reykjavik. 90 Minuten, bei Gleichstand Verlängerung und Elfmeterschießen. 2023 am 28. April gewann Víkingur 1:0 gegen Breidablik.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel, Höhepunkte wie Stokkseyris 5:1 über Fjördum 2014. Top-Torschützen: Sigurdur Hjartar Heidarsson (Breidablik), Patrick Pettersson (FH). Ikonen: Eysteinn Hjövar Hansen (Fram), Gunnar Magnusson (KR), Stars wie Aron Vilhjalmsson (Víkingur). Der Supercup zeigt die harte isländische Fußballschule, die Talente für Europa formt.