Ungarische Meisterschaft. 2. Liga. Frauen
Die ungarische Frauen-Fußball-2. Liga (NB II Nöi) ist ein zentraler Bereich im Frauenfußball Ungarns, wo regionale Teams um den Aufstieg in die Elite kämpfen. Sie dient als Sprungbrett für Nachwuchstalente und stärkt den Frauenfußball, der in Ungarn hinter den Männermannschaften zurückliegt, aber Fortschritte macht. Die Saison läuft von August bis Mai mit semiprofessionellen Spielen.
Geschichte und Gründung
Der ungarische Frauenfußball entwickelte sich Ende des 20. Jahrhunderts, die 2. Liga etablierte sich in den 2010er Jahren unter MLSZ. Frühe Saisons waren von Finanzproblemen geprägt, doch in den 2020ern stabilisierte sie sich. Highlight: 2019 erreichte Ferencváros II das ungarische Pokalfinale und besiegte Top-Teams. COVID-19 kürzte 2020/21, stärkte aber die Gemeinschaft. Die Liga spiegelt den Aufschwung des Frauenfußballs wider, mit der Nationalmannschaft bei der EM 2022.
Turnierformat
10–12 Teams spielen Doppelrundenturnier (Hin- und Rückrunde), ergibt 18–22 Spiele pro Team. Die zwei Besten steigen in NB I auf, Absteiger riskieren Regionalligen. Bei Gleichstand zählen Tordifferenz und direkte Duelle. Keine Play-offs; Fokus auf reguläre Saison.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 3,2 Tore pro Spiel, defensiv geprägt wie in Zweitligen üblich. Rekordtorjägerin Katarina Kovacs (35 Tore 2022/23 für MTK Hungária II). Stars: Dora Zolt (28 Tore 2021, nun in Österreich), Jungtalent Anna Somogyi (12 Tore mit 15 in 2023/24), Assenverteilerin Flora Banfai (18 Assists für Diosgyor), Förderin für U-19-Nationalmannschaft.