Bulgarien. Amateurliga-Pokal
Der bulgarische Amateurliga-Pokal vereint Teams aus unteren Ligen und rein amateurhaften Vereinen in einem spannenden Ausscheidungsturnier. Er bietet eine Bühne für aufstrebende Talente jenseits des Profifußballs, wo Underdogs aus kleinen Städten und Regionen um den nationalen Pokal kämpfen. Das Turnier verkörpert den demokratischen Geist des Fußballs und stellt Außenseiter gegen erfahrene Gegner im Pokalformat.
Geschichte und Gründung
Das Turnier entstand Anfang der 2000er als Initiative des Bulgarischen Fußballverbands zur Förderung des Basis-Fußballs. Der erste Wettbewerb 2003 ging an den Levski aus Sofia. Ein Meilenstein war der Triumph von Botev Vratsa 2010, einem Drittligisten, der Favoriten bezwang. Ein Manipulationsskandal 2015 führte zu Reformen. Kuriosum: Das Finale 2022 lockte 15.000 Zuschauer ins Plovdiver Stadion trotz Amateurstatus.
Turnierformat
Reines Ausscheidungsformat: Jede Runde Neulose, Einzelf Matches mit Verlängerung oder Elfmeterschießen. Bis zu 128 Teams aus Regional- und Amateurligen. Hauptphase startet im September, Finale im Mai. Keine Gruppenphasen — jedes Spiel ist entscheidend.
Interessante Fakten
Durchschnittliche Torbelastung bei 2,8 Toren pro Spiel, in frühen Runden oft über 4 durch offenes Spiel. Rekordtorjäger Ivan Petrov von Spartak (Slivnitsa) mit 22 Toren in drei Saisons (2018–2020). Highlights: Georgi Dimitrov, heute in der Ersten Liga nach 15 Pokaltoren 2019; Trainer Radostin Stanew führte Minyor Pernik 2021 mit Hochpressing ins Finale.