Vietnam. Thien Long Turnier
Das Thien Long Turnier ist der prestigeträchtigste nationale Pokalwettbewerb Vietnams, der jährlich die besten Klubs des Landes in den Kampf um den Titel schickt. Von der Vietnamischen Fußballföderation (VFF) organisiert, dient es als Plattform zur Entdeckung starker Teams und für Überraschungserfolge unterklassiger Vereine. Fans schätzen die Intensität und dramatischen Duelle, die oft erst in Verlängerung oder Elfmeterschießen entschieden werden.
Geschichte und Gründung
Seit 1992 als Emperor's Cup gestartet, prägt Thien Long die vietnamesische Fußballgeschichte. Song Huyen Ho Chi Minh holte den ersten Titel. In den 2000ern dominierten Hanoi- und Ho-Chi-Minh-Stadt-Klubs, doch Underdog-Momente wie Sen Vong Thanhs Sieg 2011 glänzen. Das 2019er-Finale Hanoi gegen Nam Dinh lockte 20.000 Zuschauer. Reformen 2016 stärkten seine Rolle im Fußballsystem.
Turnierformat
Im K.o.-System mit ca. 30 Teams aus V.League 1 und Absteigern beginnt es im Februar mit Sechzehntelfinale, gefolgt von Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale im Mai-Juni auf neutralem Boden. Einbeinige Spiele mit Verlängerung und Penaltys; unsortierte Auslosung sorgt für Spannung.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel, mit 25% Über-4-Tore-Matches. Top-Torschützen: Nguyen Tien Chung (28 Karriere-Tore), Le Cong Vinh, Ha Duc Chinh. Stars: Quint Muller (Hanoi, 15 Tore 2020), Tran Van Khuy (Viettel, Standardspezialist), Nachwuchsstar Pham Tuan Hai.