Tunesischer Pokal
Der Tunesische Pokal ist der führende nationale K.o.-Wettbewerb im tunesischen Fußball, der Vereine aus der Ligue 1, Ligue 2 und unteren Ligen umfasst. Von der Tunesischen Fußballföderation organisiert, seit dem frühen 20. Jahrhundert, lebt er von Überraschungen, bei denen Underdogs die Großen bezwingen. In der Saison 2023/24 nahmen über 100 Teams teil, was seine Massenpopularität unterstreicht.
Geschichte und Gründung
Gestartet 1922 als Federation Cup in der Kolonialzeit, nach der Unabhängigkeit 1956 in Coupe de Tunisie umbenannt. Espérance Tunis führt mit 32 Titeln, gefolgt von Club Africain mit 18. Legendäre Momente: Hammam-Lifs Finalsieg 1971 über Espérance und Étoile du Sahels Elfmetersieg 2011. Der Pokal verknüpft sich oft mit CAF-Turnieren und steigert seinen Ruf.
Turnierformat
K.o.-System vom 1/64-Finale bis zum Finale auf neutralem Platz. Bei Unentschieden Verlängerung und Elfmeterschießen. Seit den 2020ern regionale Vorrunden. Das Finale findet meist im Olympiastadion Rades (65.000 Plätze) statt, eine echte Fiesta.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,4 Tore pro Spiel, in frühen Runden bis 3,5 durch offenen Stil. Top-Torschützen: Ammar Al-Talbi (über 40 für Espérance); Youssef Msakni (15 in 2022/23 für Club Africain). Stars: Khaled Bougamla (Espérance zu Al-Ittihad), Ansu Fofana (Étoile du Sahel, CAN-2024), Yassine Meriah (Club Africain, Freistoß-Spezialist). Er entdeckt Talente für die Nationalmannschaft und Europa.