Coupe du Togo
Der Togo-Pokal ist der führende nationale Pokalwettbewerb im Fußball des westafrikanischen Staates Togo, bei dem Top-Clubs um den begehrten Pokal in einem K.o.-System antreten. Organisiert von der Togoischen Fußballföderation (FTF), umfasst er Teams aus der Premier League, niedrigeren Divisionen und gelegentlich Amateure, was den inklusiven Geist afrikanischen Fußballs widerspiegelt.
Geschichte und Gründung
Der Wettbewerb entstand in den 1960er Jahren während der Dekolonisierung Togos, die erste Ausgabe fand 1964 statt und entwickelte sich trotz politischer Krisen und finanzieller Probleme mit Unterbrechungen weiter. In den 1990er Jahren belebte Emmanuel Adebayor mit der Nationalmannschaft das Interesse am lokalen Fußball, doch der Pokal blieb im Schatten der Liga. Das Finale 2018 zwischen AS Togo-Port und US Agaza ging dramatisch in die Verlängerung, 2022 siegte Dynamic Togolais und brach die Vorherrschaft der Hauptstadtteams. Interessantes Detail: In den 1970ern führten Streitigkeiten um Prämien zu Boykotten, was Reformen der FTF einleitete.
Turnierformat
Klassisches K.o.-System: von Achtel- oder Sechzehntelfinale bis zum Endspiel, meist 5-6 Runden. Auswärtsspiele bei Unentschieden mit Verlängerung und Elfmeterschießen. 32-64 Teams, inklusive Regionalmeister. Passt zur Ligasaison (Oktober-Mai), Finale im Kégué-Stadion in Lomé mit 25.000 Zuschauern.
Interessante Fakten
Durchschnittliche Torquote bei 2,1 pro Spiel, mit Fokus auf Verteidigung durch staubige Plätze und Hitze. Rekordtorjäger: Abass Dope (ca. 25 Tore in den 90ern für ASFA-Yennega). Stars: Emmanuel Adebayor startete lokal vor Arsenal; Flaman Sarpé (heute Tunesien) dominiert Pokaltore. Aktuelle Helden wie Koffi Jessop (AS Togo-Port) und Yaya Bande (Dynamic) zaubern mit Dribblings und Schüssen trotz einfacher Bedingungen.