Indonesien. Präsidentenpokal
Der Präsidentenpokal Indonesiens ist ein renommierter nationaler Pokalwettbewerb, veranstaltet vom Fußballverband Indonesiens (PSSI). Er bringt führende Klubs aus der Liga 1 und Liga 2 zusammen, die um den nach dem Staatsoberhaupt benannten Pokal kämpfen. Der Wettbewerb unterstreicht die Rolle des Fußballs als vereinende Kraft in der vielfältigen indonesischen Nation, wo Spiele zu riesigen Events mit leidenschaftlichem Publikum werden.
Geschichte und Gründung
Der Pokal startete 2015 unter Präsident Joko Widodo, um die Attraktivität des lokalen Fußballs zu steigern. Persija Jakarta gewann die erste Auflage mit 4:3 gegen Mataram Utama. Der 2017er Triumph von Persik Kediri war eine Sensation. Im Finale 2018 zwischen Bali United und Persib Bandung kamen über 50.000 Zuschauer; 2022 pausierte der Wettbewerb wegen der Kanjuruhan-Tragödie, die Sicherheitsreformen auslöste.
Turnierformat
Das Format umfasst frühe Runden mit K.-o.-Spielen für unterklassige Teams, gefolgt von Achtelfinals und Viertelfinals mit Liga-1-Stars. Das Finale findet neutral, oft im Gelora Bung Karno Stadion in Jakarta statt. Seit 2023 gibt es eine Gruppenphase mit 24 Teams in Hin- und Rückrunde.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel, in Derbys bis 3,5. Top-Torschützen: Ferdinand Sinuwatu (9 für Persija 2016), Bamba Nuraid (8 für Bali United). Stars: Niederländer Eric Biasto (Persib), Marc Kloppers (PSM Makassar), Indonesier Marco Tuahrape und Evan Palesa, deren Pokal-Leistungen Türen zu ASEAN-Turnieren öffneten.