UEFA Frauen-EM
Die UEFA Frauen-Europameisterschaft ist das führende internationale Turnier für Frauen-Nationalmannschaften Europas, veranstaltet vom europäischen Fußballverband UEFA. Alle vier Jahre findet es statt und vereint die besten Teams in einem Kampf um den Titel, der taktische Finesse mit intensiver Athletik verbindet und weltweit Millionen Fans begeistert.
Geschichte und Gründung
Der Wettbewerb startete 1984, als England als Gastgeber Schweden 2:1 im Finale besiegte. Zunächst inoffiziell, wurde er 1989 offiziell von der UEFA übernommen. Deutschland dominiert mit acht Titeln, darunter sechs in Folge von 1995 bis 2013. Norwegen gewann dreimal, die Niederlande als Gastgeber 2017. Die EM 2022 in England brach Besucherrekorde mit 365.000 Zuschauern; Spanien holte den ersten Titel gegen Deutschland (2:0). Kuriosum: Dänemark boykottierte 1991 aus politischen Gründen.
Turnierformat
Das Format entwickelte sich von reinen K.o.-Runden zu Gruppenphasen seit 1997. Seit 2022 mit 16 Teams: vier Gruppen à vier, die besten zwei pro Gruppe in Viertelfinals, dann Halbfinals und Endspiel. Qualifikation über Gruppen und Play-offs. Spiele dauern 90 Minuten, bei Bedarf Verlängerung und Elfmeterschießen. Gastgeber qualifizieren direkt.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,4 Tore pro Spiel, Höchststand 1989 mit 3,2. Rekordtorjägerin Inka Grings (Deutschland) mit 15 Toren, gefolgt von Maren Meinert (14). Ikonen: Birgit Prinz (Norwegen) mit Doppeltorschuss im 1993-Finale; Torhüterin Nadine Angerer (zwei Titel); Stars wie Alexandra Popp (MVP 2022), Englands Beth Mead und Spaniens Aitana Bonmatí treiben die Popularität voran.