Brasilien. Staats-Pokal U20

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Der Copa São Paulo de Futebol Júnior, auch Staats-Pokal U20 genannt, ist das renommierteste Jugendturnier im brasilianischen Fußball, in dem Jungtalente aus allen Bundesstaaten um nationale Anerkennung kämpfen. Jährlich im Januar von der Fußballföderation São Paulos ausgerichtet, fungiert er als Wiege für zukünftige Profis in den Seniorenligen.

Geschichte und Gründung

Der Wettbewerb begann 1966 als regionales Event der São-Paulo-Föderation und wuchs rasch national. São Paulo FC gewann den ersten Titel und prägte die Anfangsjahre. In den 80ern und 90ern starteten Karrieren wie die von Kaká (São Paulo, 2001) oder Neymar (Santos, 2009). Besonderheit: 2020 fiel er wegen Pandemie aus, erstmals seit Jahrzehnten; 2023 brach Corinthians mit 30.000 Zuschauern im Finale einen Besucherrekord.

Turnierformat

Der Ablauf umfasst Vorrundengruppen mit bis zu 128 Teams auf São-Paulo-Plätzen. Die Besten qualifizieren sich für die KO-Phase: Achtel-, Viertelfinale, Halbfinals und Finale im Pacaembu-Stadion. Spiele dauern 80 Minuten, mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Teilnehmer aus allen 27 Staaten plus Gäste.

Interessante Fakten

Durchschnittlich 2,8 Tore pro Spiel, geprägt vom brasilianischen Offensivfußball mit Kontern und Tricks. Rekordtorschützen: Vinícius Júnior (Santos, 2017, 12 Tore), Gabriel Jesus (Palmeiras, 2014). Stars wie Rodrygo (São Paulo, 2017), Richarlison (Flamengo, 2015) oder Everton Ribeiro kamen daher – viele landeten in Europas Topligen, was die Turnierbedeutung für Scouting unterstreicht.