Brasilianische Meisterschaft. Regionaler U20-Frauenpokal
Der Regionale U20-Frauenpokal im Rahmen der Brasilianischen Meisterschaft ist ein lebendiges Turnier, das junge Talente des Frauenfußballs aus verschiedenen brasilianischen Bundesstaaten vereint. Es dient als entscheidende Plattform zur Entdeckung vielversprechender Spielerinnen, die bald die Nationalmannschaft oder Top-Clubs der Série A1 stärken könnten. Das Event hebt den wachsenden Zuspruch für Frauenfußball in Brasilien hervor, wo der Männerfußball lange dominierte, die Frauenabteilung jedoch durch CBF-Investitionen Fahrt aufnimmt.
Geschichte und Gründung
Die Geschichte reicht in die 2010er Jahre zurück, als der Brasilianische Fußballverband (CBF) Jugendwettbewerbe für Mädchen ausbaute. Die erste Auflage startete 2018 und ist seither jährlich. 2020 passte es sich der Pandemie an, enthob eine Mittelfeldspielerin aus São Paulo, die prompt in der Senioren-Série A1 debütierte. Bemerkenswert: Das Finale 2022 lockte 15.000 Zuschauer in ein Stadion in Recife – ein Durchbruch für den Frauenjugendfußball. 2023-Reformen erweiterten auf 16 Teams für mehr Wettkampf.
Turnierformat
Der Pokal umfasst regionale Qualifikationen nach Zonen (Nord, Süd, Zentral-West, Nordost) mit Round-Robin-Gruppen. Zoniesieger steigen in die nationale K.o.-Runde mit Viertelfinals, Halbfinals und Finale ein. Spiele laufen über zwei Mal 40 Minuten, bei Bedarf Verlängerung und Elfmeterschießen. Jugendakademien aus Staaten wie São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Bahia treten an.
Interessante Fakten
Durchschnittliche Torquote: 3,2 pro Spiel, typisch für den brasilianischen Offensivstil auch bei U20-Mädchen. Saisonbeste aus Flamengo mit 14 Toren vor Palmeiras-Stürmerin (11). Stars der Vergangenheit: Gabriela Nunes (Coritiba, nun Internacional), dribbelstark und sehenswert; Maria Fernanda (Santos), mit 9 Assists 2022, deren Pässe Abwehrreihen zerlegten. Das Turnier formt schnelle Flügel und clevere Spielmacher für die Seleção.