Brasilianische Meisterschaft. Gaucho-Liga
Die Gaucho-Liga, oder Campeonato Gaúcho, ist eine angesehene Landesmeisterschaft im Bundesstaat Rio Grande do Sul in Brasilien. Mit Top-Klubs wie Internacional, Grêmio und Juventude verbindet sie leidenschaftliche Fans mit hochwertigem Fußball und ist oft Sprungbrett für nationale Stars.
Geschichte und Gründung
Gegründet 1919 in Porto Alegre, führt Grêmio mit 43 Titeln, Internacional folgt mit 46. Legendäre Ereignisse umfassen die hitzigen Gre-Nal-Derbys ('Greco-Taliban') und Skandale um Spielmanipulation in den 1980ern. 2020 fand das Turnier in einer Blase ohne Zuschauer statt. Frühe Sieger wie Sporte Recreativo prägten Rivalitäten.
Turnierformat
Der Format umfasst zwei Phasen: Gruppenrunde im Round-Robin mit 12-14 Teams, dann Playoffs mit Viertelfinals, Halbfinals und Finale (Hin- und Rückspiel oder Einspiel). Seit 2024 profitieren Série-A-Meister wie Grêmio und Inter von Vorteilen. Läuft von Januar bis April vor der nationalen Liga.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,5-3 Tore pro Spiel, mit Fokus auf Angriffsfußball. Rekordtorschützen: Claudesmilson (Grêmio, 191 Tore), Évanir (Inter). Stars: Dunga, Ronaldinho (Grêmio), Alex (Inter). Aktuell: Diego Costa, Ever Banega. Jungtalente wie Enrique Doti von Inter blühen hier auf.