Brasilianische Meisterschaft. Liga Paulista
Das Campeonato Paulista, auch Paulista-Liga genannt, ist das älteste und prestigeträchtigste Landesmeisterschaftsturnier Brasiliens, das von Vereinen aus dem Bundesstaat São Paulo ausgetragen wird. Seit 1902 ist es die Wiege des brasilianischen Fußballs, die Traditionen schuf, die die Welt eroberten. Die Liga stellt Profi-Giganten gegen ehrgeizige Teams, für packenden Fußball mit tropischem Temperament.
Geschichte und Gründung
Das Turnier begann am 14. Januar 1902 mit einem Spiel zwischen São Paulo Athletic Club und Maccabi. In über einem Jahrhundert holten 32 Klubs Titel, angeführt von Palmeiras (24), Corinthians (30) und São Paulo (22). In den 1920ern spaltete es sich in Liga Paulista und Liga Paulista, bis zur Wiedervereinigung. Berühmte Ereignisse: Manipulationsskandal 2005, Santos-Dominanz mit Pelé in den 1960ern (66 Tore pro Saison), Einfluss auf die nationale Meisterschaft von 1971.
Turnierformat
Das moderne Format umfasst 16 Teams in zwei Gruppen zu acht. Jede Gruppe spielt Heim- und Auswärtsspiele innerhalb (14 Matches) plus Kreuzspiele. Die Top 8 gehen ins Playoff: Viertelfinals, Halbfinals und Finale auf Hin- und Rückspiel. Seit 2007 gibt es den 'Paulistão Plate' für Spitzenreiter. Von Januar bis April, passend zur Série-A-Pause.
Interessante Fakten
Bekannt für hohe Torquote — 2,8 Tore pro Spiel 2023. Rekord: Pelé mit 432 für Santos. Stars: Neymar (170 für Santos), Cafu, Zico, Sócrates. Aktuell: Gabigol, Hulk. Talentschmiede für Ronaldo, Rivaldo, Cassio. Spiele ziehen 60.000 ins Morumbi, Übertragungen erreichen Millionen.