Campeonato Brasileiro. Liga Paraibana
Der Campeonato Paraibano, auch Paraiba-Staatsliga genannt, ist der jährliche Spitzenfußballwettbewerb der Vereine im brasilianischen Bundesstaat Paraíba. Als einer der 27 Staatsmeisterschaften qualifiziert er Teams für nationale Pokale wie den Copa do Brasil und die Série D und präsentiert regionales Talent aus Städten wie João Pessoa, Campina Grande und Patos.
Geschichte und Gründung
Der Wettbewerb begann 1929 unter der Federação Paraibana de Futebol, mit Auto Esporte als erstem Meister in einer Zeit des frühen Fußballwachstums. Botafogo-PB dominierte die 1960er mit 28 Titeln. Unvergesslich: der geteilte Titel 1986 zwischen Treze und Botafogo. In den 2010ern erschütterten Manipulationsskandale die Liga, Reformen stärkten die Integrität. Kuriosum: 1976 gastierte ABC aus dem Nachbarstaat und steigerte die Rivalität.
Turnierformat
Das Format variiert jährlich, beginnt meist mit einer Gruppenphase für 10-12 Teams in Pools, gefolgt von Play-offs oder Round-Robin. Halbfinals und Finale krönen den Sieger. 2024 traten 10 Clubs in zwei Fünfergruppen an, mit K.o.-Runden. Der Turnierzeitraum: Januar bis April, passend zur Série-A-Pause.
Interessante Fakten
Durchschnittlich 2,4 Tore pro Spiel, mit Fokus auf Konter und Technik. Rekordtorjäger Zezinho (Botafogo) erzielte über 200 Tore in den 1950-60ern. Aktuelle Stars: Marcinho (Treze) mit Hattrick im 2022-Finale, Rodrigo Dias (Sousa) mit 9 Toren 2023. Die Liga formte Talente wie Marcelo Moreno für Europa. Legendäre Duelle, wie das 3:3-Derby in João Pessoa, bieten puren Nervenkitzel.