Brasilianische Meisterschaft. Carioca-Liga
Die Carioca-Liga, oder Campeonato Carioca, ist das älteste und prestigeträchtigste Landesmeisterschaftsturnier des Bundesstaates Rio de Janeiro und dient als entscheidender Vorbereitungswettbewerb für die brasilianischen Top-Clubs vor der nationalen Serie A. Sie vereint Teams aus Rio und Umgebung und bietet mit tropischem Flair und leidenschaftlichen Fans packenden Fußball.
Geschichte und Gründung
Der Wettbewerb begann 1906 unter der Liga der Fußballverbände von Rio de Janeiro und war die erste organisierte Meisterschaft Brasiliens. Flamengo führt mit 37 Titeln, gefolgt von Fluminense (33) und Vasco da Gama (24). Berühmte Ereignisse: Das dramatische Finale 1979, in dem Flamengo Fluminense 3:2 in der Verlängerung besiegte, und der Mafia-Skandal 2004. Der junge Zico glänzte 1979 mit 18 Toren.
Turnierformat
Das Format umfasst zwei Phasen: Zunächst ein Round-Robin unter 12–16 Teams in drei Gruppen à 4–5, wobei jeweils die Top-2 in die Play-offs vorrücken. Die Taça Guanabara folgt mit Gruppenführern, dann Halbfinals und Finale. Seit den 2020ern gibt es 'großen' und 'kleinen' Pokale; Serie-A-Clubs (Flamengo, Fluminense, Botafogo, Vasco) steigen in den Halbfinals ein und steigern die Spannung.
Interessante Fakten
Bekannt für hohe Torquote mit 2,8–3,2 Toren pro Spiel durch technisches Spiel und schwache Abwehr. Rekordtorschützen: Zico (114 für Flamengo), Presidente (103 für America-RJ). Legenden: Leonidas 'Schwarze Perle' (1930er), Garrincha (Botafogo), Romario, Rivaldo. Aktuelle Stars: Gabriel Barbosa (Flamengo, 92 Tore), Pedro (Fluminense). 2023 lieferte sie 136 Tore in 57 Spielen, typisch für cariocanischen Offensivfußball.