NHL-Eishockeywetten: Wie man Schüsse, Strafzeiten und Tor-Über/Unter (Totals) richtig analysiert
Eishockey ist eine der Sportarten, bei denen Statistiken tatsächlich dabei helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Viele Spieler, die schon lange auf Eishockey wetten, kommen mit der Zeit zum selben Schluss. Die NHL ist aus statistischer Sicht eine der am besten vorhersehbaren Ligen. Das klingt seltsam, denn Eishockey selbst wirkt wie eine sehr chaotische Sportart. Der Puck kann von der Bande abprallen, vom Schlittschuh eines Verteidigers abgefälscht werden oder nach einem einfachen Schuss unerwartet im Tor landen.
Aber wenn man nicht nur auf das Ergebnis, sondern auf die Spielstatistiken schaut, wird klar, dass die meisten Spiele nach recht logischen Szenarien ablaufen.
Zum Beispiel Teams, die regelmäßig:
· mehr Torschüsse abgeben,
· häufiger in Überzahl spielen,
· weniger Strafzeiten kassieren,
· zeigen auf lange Sicht stabilere Ergebnisse.
Daher basiert die Analyse der NHL selten nur auf den Endergebnissen. Es ist viel nützlicher, sich die Spielstatistiken anzusehen.
Torschüsse – ein oft unterschätzter Indikator
Wenn Leute anfangen, Eishockeyspiele zu analysieren, schauen sie sich meist die letzten Ergebnisse der Teams an. Siege, Niederlagen, erzielte Punkte. Das ist logisch, liefert aber nicht immer das vollständige Bild.
Manchmal kann ein Team zwei oder drei Spiele in Folge verlieren, das Spiel aber dennoch dominieren.
Ein klassisches Beispiel sieht in etwa so aus:
|
Indikator |
Team A |
Team B |
|
Torschüsse |
39 |
24 |
|
Puckbesitz |
58% |
42% |
|
Tore |
2 |
3 |
Dem Endergebnis nach zu urteilen, scheint Team B besser gespielt zu haben. Aber wenn man sich das Spiel ansieht, wird offensichtlich, dass Team A seine Chancen einfach nicht genutzt hat.
Auf lange Sicht fangen solche Teams normalerweise an, mehr Tore zu schießen.
Daher achtet man bei der Analyse von NHL-Spielen immer auf:
· die durchschnittliche Anzahl der Torschüsse
· die Schussdifferenz zwischen den Teams
· die Anzahl der Schüsse in Überzahl
· die Aktivität im dritten Drittel
Ein Team, das konstant 30–35 Schüsse pro Spiel abgibt, kreiert fast immer genügend gefährliche Torchancen.
Wie das Torwartspiel das Spielszenario verändert
Eishockey ist eine der wenigen Sportarten, bei denen ein einziger Spieler den Ausgang des Spiels komplett verändern kann. Die Rede ist natürlich von den Torhütern.
Manchmal zeigt ein Torwart eine so herausragende Leistung, dass das gegnerische Team vierzig Mal aufs Tor schießen kann und der Puck trotzdem nicht reingeht.
Bei der Analyse von Eishockeywetten wird normalerweise auf mehrere Faktoren geachtet:
· die Fangquote (Save Percentage)
· die durchschnittlich kassierten Gegentore (GAA)
· die Anzahl der Spiele in Folge
· die Statistiken der letzten Spiele
Ein interessantes Detail: In der NHL gönnen Trainer den Stammtorhütern oft eine Pause. Besonders dann, wenn das Team zwei Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen bestreitet.
Wenn ein Ersatztorhüter auf dem Eis steht, erhöht sich die Gesamtzahl der Tore (das Total) oft.
Warum Strafzeiten das Ergebnis so stark beeinflussen
Strafzeiten im Eishockey sind einer der wichtigsten Faktoren, die das Spielergebnis beeinflussen.
Wenn ein Team in Unterzahl gerät, hat der Gegner sofort mehrere Vorteile:
· mehr freier Raum
· die Möglichkeit, den Puck in Ruhe laufen zu lassen
· mehr Torschüsse
Die NHL-Statistiken zeigen, dass die durchschnittliche Erfolgsquote im Powerplay (Überzahlspiel) bei etwa 20–25 % liegt.
Das bedeutet, dass ungefähr jeder vierte Versuch in Überzahl mit einem Tor endet.
Wenn Teams hart spielen und oft Strafzeiten kassieren, steigt die Wahrscheinlichkeit eines torreichen Spiels deutlich an.
Analyse des Überzahlspiels (Powerplay)
Einer der wichtigsten Teile der Analyse von NHL-Spielen sind die Statistiken zum Powerplay.
Einige Teams sind in diesem Bereich besonders stark. Ihre Special Teams können mehr als 25 % der Überzahlsituationen verwandeln.
Zum Vergleich:
|
Team |
Powerplay-Erfolgsquote |
|
Tampa Bay |
26% |
|
Colorado |
23% |
|
Minnesota |
18% |
Der Unterschied erscheint klein, wirkt sich aber auf lange Sicht stark auf die Anzahl der Tore aus.
Es ist besonders wichtig, diesen Indikator zu berücksichtigen, wenn der Gegner häufig Strafzeiten kassiert.
Wie man Tor-Über/Unter (Totals) richtig analysiert
Wetten auf die Gesamtzahl der Tore bleiben einer der beliebtesten Märkte im Eishockey. Der Grund ist einfach: Die Torausbeute in der NHL ist recht hoch.
Meistens bieten die Buchmacher folgende Linien an:
· 5
· 5.5
· 6
Um jedoch die Gewinnwahrscheinlichkeit der Wette richtig einzuschätzen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden.
Die wichtigsten davon sind:
· der Spielstil der Teams
· die Anzahl der Schüsse
· die Form der Torhüter
· die Anzahl der Strafzeiten
Wenn beide Teams offensiv agieren und regelmäßig viele Schüsse abgeben, steigt die Wahrscheinlichkeit eines torreichen Spiels spürbar.
Checks (Körperspiel) und Spieltempo
In der NHL wird großer Wert auf das physische Spiel gelegt. Checks sind Teil des Spielstils vieler Teams.
Ein hartes Spiel kann mehrere Folgen haben:
· eine Zunahme der Strafzeiten
· ein höheres Spieltempo
· eine höhere Anzahl von Schüssen
In den Playoffs ändert sich die Situation jedoch oft. Die Teams beginnen, vorsichtiger zu spielen und versuchen, unnötige Fehler zu vermeiden.
Daher sinkt in K.o.-Spielen manchmal die Gesamtzahl der Tore.
Empty Net – Der Faktor der letzten Minuten
Eine weitere Besonderheit des Eishockeys ist die Situation mit dem leeren Tor (Empty Net).
Wenn ein Team wenige Minuten vor Spielende mit einem Tor im Rückstand ist, kann der Trainer den Torwart vom Eis nehmen und einen sechsten Feldspieler bringen.
Das erhöht den Druck auf die gegnerische Verteidigung.
Aber es gibt auch ein Risiko: Verliert das Team den Puck, kann der Gegner ihn leicht ins leere Tor schießen.
Genau aus diesem Grund steigt die Wahrscheinlichkeit für ein zusätzliches Tor in der Schlussphase eines Spiels deutlich an.
Ein kleines Beispiel für die Spielanalyse
Stellen wir uns eine fiktive Situation vor dem Spiel vor.
|
Indikator |
Team A |
Team B |
|
Schüsse pro Spiel |
34 |
27 |
|
Powerplay-Erfolgsquote |
25% |
19% |
|
Strafzeiten |
8 Minuten |
12 Minuten |
Wenn wir noch hinzufügen, dass bei Team B der Ersatztorhüter im Tor steht, können wir davon ausgehen, dass das Spiel recht torreich wird.
In einer solchen Situation ziehen viele Spieler Wetten auf "Über" in Betracht.
Beobachtungen aus der Wettpraxis
Wenn man mit Leuten spricht, die die NHL schon lange analysieren, werden viele eine einfache Sache sagen.
Anfänger schauen meistens auf:
· die letzten Ergebnisse
· die Tabelle
· Sieg- oder Niederlagenserien
Erfahrene Spieler schauen sich hingegen die Spielstatistiken an.
Manchmal kann ein Team mehrere Spiele in Folge verlieren, dabei aber gleichzeitig:
· mehr Schüsse als der Gegner abgeben
· häufiger im Powerplay spielen
· mehr Chancen kreieren
In solchen Situationen erweisen sich die Quoten der Buchmacher manchmal als überhöht.
Fazit
Eishockey ist eine dieser Sportarten, bei denen Statistiken wirklich helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Bei der Analyse von NHL-Spielen lohnt es sich, auf einige Schlüsselindikatoren zu achten:
· Torschüsse
· Effizienz im Powerplay
· Anzahl der Strafzeiten im Eishockey
· Form der Torhüter
· Wahrscheinlichkeit von Empty-Net-Toren
Durch die Kombination dieser Faktoren lässt sich die Wahrscheinlichkeit torreicher Spiele viel genauer einschätzen und man kann interessante Quoten finden.
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